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Der Titel Schützenkönig stammt aus der Tradition des Bürgerschützenwesens. Zur Ermittlung eines neuen Schützenkönigs gibt es keine einheitlichen Regularien, sondern jeder Schützenverein legt diese selbst fest.

Das Schießen um den Königstitel wird in unserer Schützengesellschaft an vier Freitagen im August/September durchgeführt. Das Ende liegt stets zwei Wochen vor unserem Schützenfest, so dass zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt ist, wer die Königswürde für unseren Verein errungen hat.

Das Vogelschießen, regional auch Adlerschießen genannt, ist ein alter Schützenwettbewerb, bei dem es gilt, mit einer Schusswaffe bzw. Armbrust einen hölzernen Vogel abzuschießen. Schützenvereine veranstalten das Vogelschießen auch, um damit einen Schützenkönig zu ermitteln. Dabei wird der Vogel am Ende einer langen Stange montiert und die Einzelteile werden mit einem Kleinkalibergewehr oder auch Schrotgewehr abgeschossen. Wegen moderner Sicherheitsbestimmungen wird das Gewehr dabei auf einem Standfuß (Lafette) angebracht, der nur das Zielen auf den Vogel erlaubt.

Entstanden ist der Brauch im Mittelalter, als größere Teile der männlichen Stadtbevölkerung noch zur Verteidigung der Stadt herangezogen wurden und das Schießen üben mussten. Je nach Region und Brauch wird Vogelkönig, wer entweder den Rumpf des Vogels teilt oder den letzten Teil des Vogels herunterschießt, so wie dies in unserem Schützenverein der Fall ist.

 

Königshaus und Insignien

Schützenkönig, Vogelkönig, Jungvogelkönig, Vogelkaiserin und Schützenvogt (oder gleichberechtigt unsere Schützenschwestern) bilden zusammen das Brucker Königshaus. Erweitert wird das Königshaus um den Träger der Ehrenschützenmeisterkette. Dieser Würdenträger ist stets der Vorjahres-Schützenkönig.

Als Amtsinsignien tragen die Mitglieder des Königshauses wertvolle Schützenketten, die teils ein erhebliches Gewicht aufweisen.

Im Vereinsleben hat der Schützenkönig heutzutage lediglich repräsentativen Charakter. In alten Zeiten war der Titelgewinn hingegen manchmal sogar mit Steuerbefreiungen verbunden. Da sich der beste Schütze von seinen Steuerabgaben „freischießen“ konnte, werden einige Schützenfeste, die sich auf diese Tradition berufen, noch heute als Freischießen bezeichnet.

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